Brevo Preise 2026: Was kostet das Newsletter-Tool wirklich?

27. März 2026 Thomas Müller 10 Min. Lesezeit Bewertung: 9,4 / 10

Brevo (ehemals Sendinblue) hat ein Preismodell, das sich von fast allen Mitbewerbern unterscheidet: Abgerechnet wird nach dem E-Mail-Volumen, nicht nach der Anzahl der gespeicherten Kontakte. Das klingt zunächst ungewöhnlich – bedeutet in der Praxis aber häufig deutliche Kostenvorteile, vor allem für Anbieter mit großen Kontaktlisten und niedrigen Versandfrequenzen. Auf dieser Seite schlüsseln wir alle Tarife transparent auf, zeigen Ihnen die tatsächlichen Kosten bei verschiedenen Sendevolumen und decken auf, welche Zusatzkosten im Kleingedruckten lauern.

Das Wichtigste auf einen Blick

Brevo bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit bis zu 300 E-Mails täglich und unbegrenzten Kontakten. Der Starter-Tarif beginnt bei 7 EUR pro Monat für 5.000 E-Mails, der Business-Tarif bei 15 EUR für 5.000 E-Mails mit deutlich mehr Funktionen. Das entscheidende Unterscheidungsmerkmal: Wer 50.000 Kontakte pflegt, aber nur monatlich 10.000 E-Mails versendet, zahlt bei Brevo deutlich weniger als bei kontaktbasiert abrechnenden Diensten wie Mailchimp oder CleverReach. Für wachsende Kontaktlisten mit moderatem Versandrhythmus ist Brevo preislich kaum zu schlagen.

Das Preismodell erklärt: Volumen statt Kontakte

Der größte Unterschied zu den meisten anderen Newsletter-Tools liegt in der Abrechnungslogik. Während Anbieter wie Mailchimp, CleverReach oder GetResponse ihre Preisstufen an der Anzahl der gespeicherten Kontakte festmachen, rechnet Brevo nach dem tatsächlichen E-Mail-Versandvolumen ab. Das hat konkrete Folgen für Ihre Kalkulation.

Ein Praxisbeispiel: Sie haben 80.000 Abonnenten in Ihrer Liste, versenden aber nur zweimal im Monat – also rund 160.000 E-Mails insgesamt. Bei Mailchimp würden Sie allein wegen der Kontaktanzahl in eine teure Preisstufe fallen. Bei Brevo zahlen Sie dagegen nur für das tatsächlich versendete Volumen. Wer hingegen täglich oder mehrfach wöchentlich an eine große Liste sendet, kann bei Brevo schnell höhere Kosten haben als bei einem kontaktbasierten Anbieter.

Hinzu kommt: Brevo erlaubt auf allen Tarifen eine unbegrenzte Anzahl an gespeicherten Kontakten. Das ist ein echter Vorteil für alle, die ihre Liste kontinuierlich aufbauen, ohne sofort die nächste Preisstufe zu fürchten.

Faustregel:

Brevo lohnt sich besonders dann, wenn Ihre Versandfrequenz gering ist (1–2 Mal pro Monat) und Ihre Kontaktliste gleichzeitig groß ist. Je höher die Versandfrequenz pro Kontakt, desto eher gleichen sich die Kostenvorteile aus.

Alle Tarife im Überblick

Brevo bietet vier Tarifstufen an: einen dauerhaft kostenlosen Plan, den Starter-Tarif, den Business-Tarif sowie Enterprise für individuelle Anforderungen. Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede auf einen Blick.

Tarif E-Mails pro Monat Preis/Monat Kontakte Highlights
Kostenlos 300 pro Tag (ca. 9.000/Monat) 0 EUR Unbegrenzt E-Mail-Versand, CRM, Formulare, Transaktionsmails (Limit)
Starter Empfohlen 5.000 – 100.000+ ab 7 EUR Unbegrenzt Kein Brevo-Branding, E-Mail-Support, alle Basis-Features
Business 5.000 – 1.000.000+ ab 15 EUR Unbegrenzt Marketing-Automation, A/B-Tests, Landing Pages, Telefon-Support
Enterprise Individuell Auf Anfrage Unbegrenzt Dedizierter Account Manager, Sub-Accounts, SLA, SSO

Der Starter-Tarif eignet sich für die meisten kleineren und mittelgroßen Newsletter-Projekte. Er umfasst alle wesentlichen Funktionen für professionellen E-Mail-Versand ohne das Brevo-Branding in der Fußzeile. Wer Marketing-Automation, fortgeschrittene Segmentierung oder Multivariate Tests benötigt, kommt am Business-Tarif nicht vorbei.

Staffelpreise Starter & Business im Detail

Sowohl der Starter- als auch der Business-Tarif skalieren mit dem gewählten E-Mail-Volumen. Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Preisstufen (Stand März 2026). Alle Preise gelten für monatliche Abrechnung; bei Jahresabonnement gibt es zusätzliche Rabatte (dazu mehr im Abschnitt Spartipps).

E-Mails/Monat Starter (mtl.) Business (mtl.) Preis pro 1.000 E-Mails (Starter)
5.000 7 EUR 15 EUR 1,40 EUR
10.000 13 EUR 25 EUR 1,30 EUR
20.000 22 EUR 35 EUR 1,10 EUR
40.000 35 EUR 54 EUR 0,88 EUR
60.000 49 EUR 69 EUR 0,82 EUR
100.000 69 EUR 99 EUR 0,69 EUR
250.000 199 EUR
500.000 349 EUR
1.000.000 599 EUR

Gut zu wissen: Der Starter-Tarif ist auf 100.000 E-Mails pro Monat begrenzt. Wer mehr versendet, muss zwingend in den Business-Tarif wechseln. Für die meisten KMUs und Solo-Unternehmer reicht der Starter-Plan jedoch vollkommen aus.

Kostenloser Tarif im Detail

Der Free-Tarif von Brevo ist einer der großzügigsten im Markt. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern gibt es keine zeitliche Befristung und kein erzwungenes Upgrade nach einer Testphase. Das Limit liegt bei 300 E-Mails pro Tag, was auf einen Monat gerechnet etwa 9.000 E-Mails entspricht.

Im kostenlosen Tarif enthalten:
  • ✓ Unbegrenzte Kontakte
  • ✓ E-Mail-Versand (300/Tag)
  • ✓ CRM (Basis)
  • ✓ Anmeldeformulare
  • ✓ Transaktionsmails (300/Tag)
  • ✓ Drag-and-Drop-Editor
  • ✓ Basisstatistiken
  • ✓ API-Zugang
Im kostenlosen Tarif NICHT enthalten:
  • ✗ Kein Entfernen des Brevo-Brandings
  • ✗ Kein A/B-Testing
  • ✗ Keine Marketing-Automation
  • ✗ Kein E-Mail-Support (nur Community)
  • ✗ Keine Landing Pages
  • ✗ Kein Telefon-Support
  • ✗ Eingeschränkte Segmentierung
Unsere Empfehlung zum Free-Tarif:

Der kostenlose Tarif ist ideal für den Einstieg und zum Testen der Oberfläche. Wer professionell Newsletter versendet und kein Brevo-Branding in seinen Mails wünscht, sollte direkt zum Starter-Tarif greifen – der Aufpreis von 7 EUR monatlich ist gut investiert.

Versteckte Kosten aufgedeckt

Brevo kommuniziert seine Kernpreise transparent, aber es gibt einige Zusatzleistungen, die separat in Rechnung gestellt werden. Wer diese nicht auf dem Schirm hat, erlebt beim nächsten Rechnungsdurchgang eine unangenehme Überraschung.

Achtung: Diese Zusatzkosten kommen on top!
  • SMS-Marketing: Wird separat nach Versandvolumen abgerechnet. Preise variieren je nach Zielland, in Deutschland ca. 0,07–0,09 EUR pro SMS. Bei größeren Kampagnen können hier schnell dreistellige Beträge entstehen.
  • Dedizierte IP-Adresse: Kostenpflichtig ab dem Business-Tarif, Preis auf Anfrage (typischerweise ca. 25 EUR/Monat zusätzlich). Nur relevant bei sehr hohem Versandvolumen und eigenem IP-Warming-Bedarf.
  • Zusätzliche Nutzer: Ab einem gewissen Punkt (je nach Tarif) kosten weitere Benutzer-Accounts extra. Im Free- und Starter-Tarif ist nur ein Nutzer-Account inbegriffen.
  • WhatsApp-Kampagnen: Neues Feature, das nach eigenem Preismodell abgerechnet wird – getrennt vom E-Mail-Volumen.
  • Transaktionsmails über das Limit: Im kostenlosen Tarif sind Transaktionsmails auf 300/Tag begrenzt. Wer mehr benötigt, muss upgraden oder ein Add-on buchen.

Unser Rat: Bevor Sie ein Upgrade planen, schauen Sie sich die Extras genau an. Für reine Newsletter-Nutzer ohne SMS-Bedarf und ohne Enterprise-Anforderungen ist die Kostenkalkulation bei Brevo erfreulich einfach und überschaubar.

Preisvergleich mit Wettbewerbern

Um die Brevo-Preise einordnen zu können, vergleichen wir den Monatspreis für 10.000 E-Mails an 10.000 Kontakten – eine typische Ausgangslage für kleine bis mittelgroße Newsletter-Projekte.

Tool Abrechnungsbasis Preis (10.000 Kontakte / 10.000 E-Mails) Kostenlos-Tarif Bewertung
Brevo E-Mail-Volumen 13 EUR Ja (300/Tag) 9,4 / 10
MailerLite Kontaktanzahl ca. 15 EUR Ja (1.000 Kontakte) 8,8 / 10
rapidmail Versandvolumen ca. 19 EUR Nein (nur Testphase) 8,5 / 10
CleverReach Kontaktanzahl ca. 25 EUR Ja (250 Kontakte) 8,3 / 10
GetResponse Kontaktanzahl ca. 19 EUR Nein (nur Testphase) 9,0 / 10
Mailchimp Kontaktanzahl ca. 35 EUR Ja (500 Kontakte) 7,8 / 10

Der Vergleich zeigt: Brevo ist bei dieser Konfiguration günstiger als Mailchimp und CleverReach, liegt auf Augenhöhe mit MailerLite und geringfügig über rapidmail. Wer allerdings eine sehr kleine Liste mit sehr hohem Versandvolumen hat – etwa 1.000 Kontakte, aber wöchentliche Versandrhythmen – sollte rechnen, denn dann dreht sich das Bild.

Besonders auffällig ist der Preisunterschied gegenüber Mailchimp. Für vergleichbare Funktionen zahlen Mailchimp-Nutzer in diesem Szenario mehr als das Doppelte. Das ist ein Hauptgrund, warum viele Nutzer in den letzten Jahren von Mailchimp zu Brevo gewechselt sind.

Für wen lohnt sich welcher Tarif?

Kostenloser Tarif – für absolute Einsteiger

Wer mit dem Newsletter-Marketing anfängt, eine kleine Community aufbaut oder einfach das Tool unverbindlich ausprobieren möchte, ist mit dem Free-Tarif gut bedient. Das Tageslimit von 300 E-Mails reicht für erste Tests. Sobald der Verteiler wächst oder ein professioneller Auftritt ohne Brevo-Branding gewünscht ist, sollte der Wechsel in den Starter-Tarif nicht lange auf sich warten lassen.

Starter-Tarif – die erste Wahl für die meisten Nutzer

Für Blogs, kleine Online-Shops, Agenturen mit überschaubaren Kampagnen und NGOs ist der Starter-Tarif die naheliegendste Wahl. Ab 7 EUR im Monat gibt es professionellen E-Mail-Versand ohne Behinderungen durch Branding oder Support-Einschränkungen. Solange das monatliche Versandvolumen unter 100.000 E-Mails liegt, deckt der Starter alles ab.

Business-Tarif – für ambitionierte E-Mail-Marketer

Sobald Marketing-Automation ins Spiel kommt – Willkommensserien, verhaltensbasierte Trigger, Lead-Scoring – ist der Business-Tarif die logische Konsequenz. Auch A/B-Tests für Betreffzeilen und Versandzeitoptimierung sind auf diesem Level verfügbar. Für professionelle Agenturen und Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern, die am Newsletter arbeiten, ist das die richtige Stufe.

Enterprise – für Großunternehmen und Agenturen

Wer Sub-Accounts für mehrere Marken oder Kunden benötigt, einen dedizierten Account Manager erwartet oder verbindliche SLAs braucht, kommt am Enterprise-Plan nicht vorbei. Die Preise werden individuell verhandelt – Ausgangspunkt ist üblicherweise ein Monatsumsatz ab mehreren hundert Euro.

Spartipps: So zahlen Sie weniger

Diese Maßnahmen senken Ihre monatlichen Kosten bei Brevo spürbar:
  • Jahresabonnement wählen: Brevo bietet bei Jahreszahlung einen Rabatt von bis zu 10 % gegenüber der monatlichen Abrechnung. Bei einem Starter-Paket für 40.000 E-Mails spart das rund 42 EUR jährlich.
  • Das richtige Volumen wählen: Rechnen Sie Ihren tatsächlichen Versandbedarf realistisch durch. Wer 30.000 E-Mails im Monat versendet, muss nicht das 40.000er-Paket wählen – das kleinste Paket, das den Bedarf deckt, spart dauerhaft Geld.
  • Liste bereinigen: Obwohl Brevo nicht nach Kontaktzahl abrechnet, reduziert eine saubere Liste Bounces und verbessert die Zustellrate. Weniger Bounces können bedeuten, dass Sie ein günstigeres Volumen-Paket ausreicht.
  • Transaktionsmails optimieren: Wenn Ihre App transaktionale E-Mails über Brevo versendet, zählen diese zum täglichen Limit (Free) oder monatlichen Volumen. Effizientere Trigger-Logik kann das Volumen reduzieren.
  • Studentenrabatte und Non-Profit: Brevo bietet für gemeinnützige Organisationen und Bildungseinrichtungen auf Anfrage vergünstigte Konditionen an.

Pro & Contra der Brevo-Preisgestaltung

Vorteile

  • Abrechnung nach Versandvolumen statt Kontakten – ideal für große Listen mit moderatem Versand
  • Unbegrenzte Kontakte auf allen Tarifen ohne Aufpreis
  • Dauerhaft kostenloser Tarif ohne Kreditkartenpflicht
  • Transparente Staffelpreise ohne versteckte Stufensprünge
  • Günstiger Einstieg ab 7 EUR/Monat mit vollem Funktionsumfang ohne Branding
  • Jahresrabatt verfügbar für Planbarkeit im Budget
  • Keine Vertragslaufzeit im Monatsmodell

Nachteile

  • Bei hoher Versandfrequenz können Kosten schnell steigen
  • SMS, dedizierte IP und zusätzliche Nutzer kosten extra
  • Free-Tarif nur mit Brevo-Branding und ohne E-Mail-Support
  • Marketing-Automation erst ab Business-Tarif verfügbar
  • Starter-Tarif auf 100.000 E-Mails/Monat begrenzt
  • Preise für Enterprise nicht öffentlich einsehbar

Fazit: Lohnt sich Brevo preislich wirklich?

Ja – und das ohne großes Wenn und Aber. Bravos volumenbasiertes Preismodell ist für eine klar definierte Zielgruppe ein echter Wettbewerbsvorteil: Wer eine mittelgroße bis große Kontaktliste pflegt, aber nicht täglich oder wöchentlich versendet, zahlt deutlich weniger als bei kontaktbasierten Anbietern. Dazu kommt die unbegrenzte Kontaktanzahl auf allen Tarifen – ein Merkmal, das in dieser Form kaum ein anderer Anbieter bietet.

Der Starter-Tarif ab 7 EUR ist für die meisten Solo-Unternehmer, Blogger und kleine Teams die ideale Einstiegsoption. Der Business-Tarif ab 15 EUR rechtfertigt seinen Aufpreis, sobald Marketing-Automation und A/B-Tests relevant werden. Der kostenlose Tarif ist als dauerhafter Dauerbetrieb für kleine Newsletter mit sehr niedrigen Versandfrequenzen tatsächlich brauchbar – mit dem Nachteil des Brandings.

Kritisch sehen wir die Zusatzkosten für SMS und dedizierte IPs – diese werden nicht immer transparent kommuniziert und können das Gesamtbudget spürbar erhöhen. Wer diese Kanäle plant, sollte vor dem Kauf eine genaue Kalkulation aufstellen.

Unter dem Strich: Brevo ist für die meisten Anwendungsfälle im Bereich Newsletter und E-Mail-Marketing 2026 das preislich attraktivste vollwertige Tool auf dem Markt. Unsere Gesamtbewertung für das Preis-Leistungs-Verhältnis: 9,4 von 10 Punkten.

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Thomas Müller

Chefredakteur, newsletter-tools.de

Thomas beschäftigt sich seit über acht Jahren mit E-Mail-Marketing und hat in dieser Zeit Dutzende Newsletter-Tools getestet und verglichen. Er hat selbst mehrere Newsletter mit zusammen über 40.000 Abonnenten aufgebaut und kennt die Stärken und Schwächen der Anbieter aus der täglichen Praxis. Auf newsletter-tools.de verantwortet er alle Testberichte, Preisvergleiche und Ratgeber-Artikel.